Basilisk - Mischwesen

Der Basilisk (gr. basileos, „König”, basiliskos, „kleiner König”) oder Schlangenkönig ist ein häufig erwähntes Fabelwesen. Er ist wegen seines Bösen Blicks gefürchtet.

Hildegard von Bingen teilt mit, eine Kröte habe sich trächtig gefühlt und auf ein Schlangenei gesetzt. Während ihre eigenen Kinder starben, schlüpfte aus dem Ei, das von der Paradiesschlange* beeinflußt war, ein Junges, das gleich nach seiner Geburt feurigen Hauch ausstieß. „Bis zum völligen Auswachsen gräbt sich das Wesen 5 Zoll in den Boden; dann kommt es wieder hervor und tötet alles was ihm in den Wegkommt.” (zit. n. BIEDERMANN 1998, S. 81f.)

*jene, die der Eva den Apfel empfahl (1. Mose 3)

Man stellt sich den Basilisken auch als einen Hahn vor, dessen Rumpf in einen Schlangenschwanz ausläuft (Hahn mit Schlangenschwanz, Zwitterwesen zwischen Hahn und Kröte und ähnliches). Im siebten oder neunten Lebensjahr soll der Hahn gelegentlich ein Ei legen, aus dem ein Basilisk ausschlüpft, sofern das Hahnenei von einer Kröte bebrütet wird (BIEDERMANN 1998, S. 82).

Das Gift des Basilisken ist gefürchtet. Durch bloßen Blick soll es sich auf den angestarrten übertragen und sicheren Tod bringen. Will ein Mensch seinerseits den Basilisken überwinden, so behänge er sich mit Spiegeln oder sorge anderweitig dafür, dass der Basilisk in einen Spiegel blickt und an seinem eigenem grauenvollen Anblick zu Grunde geht. Aber nicht nur der Blick sondern auch sein Hauch soll tödlich sein.

Er ist ein Sinnbild für Tod, Teufel, den Antichrist oder die Sünde. Oft dargestellt unter den Füssen des siegreichen Christus.

Der Basilisk, den schon PLINIUS erwähnte, gilt als König der Schlangen, überhaupt aller gefährlichen Gifttiere. Den Alchemisten war er eine Allegorie des Steins der Weisen (BIEDERMANN 1998, S. 82f.).

Im Mittelalter wird es als phantastisches Mischwesen mit tödlicher Macht beschrieben.

In der Zoologie versteht man unter einem Basilisken eine kleine Leguanart (Basiliscus, Iguanidae). Der Helmbasilik (B. americanus) trägt einen dreilappigen Hautkamm auf dem Hinterkopf, weshalb man wohl diese völlig harmlose Echsenart nach dem schrecklichen Basilisken der Fabel benannte.

Häufig als nicht zu unterschätzender Gegner in den Pc Fantasygames zu finden.