Brautweihe - und Brautschmuck

Der Germane sah im Menschenleben die Wiederspiegelung aller Vorgänge der Natur. So sah er auch die Hochzeit, welche Mann und Frau im Leben verband, als ein Abbild der Vereinigung zwischen Erde und Sonne. Da die Vereinigung dieser den Frühling, und damit das Emporsteigen der Sonne zu neuer Kraft, symbolisierte, ist es verständlich das auch die Liebenden in dieser Zeit zueinander fanden. So ist es bis in die heutige Zeit geblieben. Die Hochzeit, die die Natur vorgibt, ist Urbild der Hochzeit zwischen Mann und Frau. Die alten Zeugnisse dieser heiligen Hochzeit finden wir noch heute wieder. So ist uns z.B. die Brautweihe bis heute erhalten geblieben. Früher symbolisiert durch den Hammer des Himmelsgottes Donar, später durch den Streithammer oder die Streitaxt. So lässt ein mittelalterlicher Dichter die Jungfrau Maria sprechen: "Der Schmied vom Oberlande warf seinen Hammer in meinen Schoß." In den Dichtungen des Mittelalters wird eben jene Brautweihe sehr genau beschrieben. So auch bei der Vermählung von Siegfried und Kriemhilde. "Man hieße sie zueinander in dem Ringe stahn und fragte, ob sie wollte den stattlichen Mann".
Auch ist der alte Brauch des dreimaligen Umschreitens des Herdfeuers oder des Hofes durch die Braut zum Zeichen der Herrschaft über Hof und Herd erhalten geblieben.