Brisingamen - Freyjas Halskette

Brisingamen (Brisinga, Brisingen, nord. „Halsschmuck”) ist ein Attribut der Göttin Freyja. Sie strahlt wie Feuer und außerirdische Schönheit des Schmuckstücks übertrug sich auf Freyja, weshalb sie die Kette bei Tag und Nacht trug. Als vormalige Besitzer Brisingamens werden die Brisinger (Bristlinger) genannt, deren Identität unklar ist. Dieses kostbare Halsband wurde von den vier Zwergen (Dvergr) Alfrigg, Dvalinn, Grerr und Berlingr geschmiedet.

Um an Brisingamen zu gelangen mußte Freya mit jedem dieser Dvergr eine Nacht verbringen. Dieses mißfiel Odin, der die Liebesgöttin zwang, in der Menschenwelt für Krieg zu sorgen, vielleicht Hinweis auf die leidenschaftliche Seite der Liebe, wo Glück und Trauer nahe beisammenliegen - ohne Liebe kein Hass.

Im Auftrag Odins raubte Loki der Freyja diesen Halsschmuck, Loki heißt darum bei Dichtern auch „Brîsîngs Þiofr” (GRIMM, Deutsche Mythologie, I., S. 254).

Brisingamen wird mit der Regenbogenbrücke Bifröst in Verbindung gebracht, dem Verbindungsweg von Himmel und Erde. An Freyjas Hals wurde Brisingamen zu einem Symbol der Früchte des Himmels und der Erde. Freyja bescherte die Erde mit Schätzen, wann immer sie weinte. Wenn ihre Tränen auf Felsen auftrafen, verwandelten dse sich in Gold; fielen sie ins Wasser, so wurden sie zu Bernstein (Cotterell 1999, S. 196).

Einmal lieh Freyja dem Thor ihren Brisingamen, damit der in Verkleidung der Göttin seinen Hammer vom Riesen Thrym zurückholen konnte, der den Miöllnir geraubt hatte und die Freyja zur Braut verlangte (Thrymskvida, 16ff.).

Halsketten sind häufig Schmuck von Göttermüttern. Zum Beispiel hatte die griechische Göttin Aphrodite einen ähnlichen Gürtel, den sie der Hera lieh (HOMER, Illias, 14, 214ff.). Wie Aphrodite und Hera diesen Gürtel wechselweise trugen, so schrieb man im Norden Brisingamen mal der Freyja, mal der Frigg zu (GRIMM, Deutsche Mythologie, I., S. 255).

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