Druden - Nachtgeister

Druden (Truden, auch Nachtmahr, „Albdrücker”) sind Nachtgeister die meist weiblicher Natur sind. Sie erschrecken gern Mensch und Tier, meist in der Nacht. Eine Art Vorfahre der Hexen.

Sie schleichen sich des nachts in die Behausungen der Menschen und setzen sich auf die Brust eines Schlafenden. Die Opfer können sich aus panischer Angst nicht mehr bewegen.

Die Hilflosigkeit des Schlafenden, den ein Albtraum plagt, legt den Schluß nahe, dass ein solcher Drude auf ihm sitzt und ihn festhält. Der Schlafende kann dem Albdruck und drohendem Erstickungstod nur dann entrinnen, wenn ihm eine Bewegung gelingt und der Nachtmahr verschwindet. Vorbeugung ist daher geboten. Von diesem Albdruck ("Alb"-"druck"), den die Druden auf die Menschen während des Schlafs auswirken, ist der heutige Albtraum abzuleiten.

Die Druden gelten deshalb auch als Druckgeister und zählen somit zu den Zwergen (Alben).

Sie bringen aber manchmal auch tagsüber ihre Qual über die Menschen. Dass zeigt sich insofern, dass jemanden plötzlich die Atemnot packt und man sich nicht mehr rühren kann.

Gegen sie schützten der Drudenfuß (Pentagramm), Drudenstein, ein Besen vor oder über der Tür.

Als Drudenfuß bezeichnet man ein Zauberzeichen in der Form eines fünfzackigen Sterns (siehe Pentagramm), das den Druden abhalten soll. Die Form rührt von der Vorstellung, das elbische Wesen entenähnliche Fußabdrücke hinterlassen.

Auch dem Dämonen Beelzebub schrieben mittelalterliche Autoren Entenfüße zu, Gänsefüße sollen verschiedene Albenarten haben, darunter das Stille Volk.

Den Truden sind übrigens die beiden Zauberkräuter Mistel (= "Truden-Nest") und Bärlapp (= "Trudenfuß") zugeordnet.