Groa - Heilerin

Groa („die grünende”) ist eine Weise Frau und Heilerin.

Nachdem Thor im Zweikampf mit Hrungnir schwer verletzt wurde, weil sich Splitter von des Riesen steinerner Waffe in seinen Kopf gebohrt hatten versucht Groa, die Fremdkörper mit Zauber zu entfernen.

Während der Operation erzählt ihr Thor, das der lang vermisste Gatte der Groa, Aurvandil (o. Örvandil), noch lebe. Von Iötunheim im Norden kommend habe er ihn in einem Korb auf dem Rücken getragen und schon bald werde er heimkehren. Aus dem Korb lugte ein Zeh Aurvandils hervor, der zu Eis gefroren war, so daß Thor ihn abbrach und zum Zeichen, daß sein Besitzer noch lebe, an den Himmel warf. Dort leuchtet er seitdem als der Stern Örvandilstâ.

Über die gute Nachricht war Groa so beglückt, daß sie den Rest des Zaubers vergaß und Reste von Hrungnirs Wetzstein im Schädel des Donnergottes verblieben.

Der nordischen Groar soll bei den Germanen Mitteleuropas die Breide (Bertha) entsprechen (Grimm 1992, S. 311).

Siehe auch die Thor - Geschichte „Der Kampf mit Hrungnir