Hildebrand - Der Alte

Hildebrand (H. der Alte, ahd. "Kampf u. Feuer, Schwert") Im ältesten als Bruchstück erhaltenen germanischen Heldenlied ist Hildebrand, Sohn des Heribrand, der Waffenmeister und Erzieher Dietrichs von Bern. Im Zweikampf trifft Hildebrand auf seinen Sohn Hadubrand, der ihn nach glücklicher Rückkehr aus dem Hunnenreich nicht erkennt. Sein Neffe ist Wolfhart.

Beschrieben wird Hildebrand als furchtloser und sanftmütiger Mann, schön von Angesicht, gekrönt von goldenem Haar und hohem Verstand. Leicht erkannte man ihn an seinem roten Schild, das ihn als Gefährte seines 24 Jahre jüngeren Schülers Didrik auswies. Den Kampf konnte er häufig mit einem einzigen, gewaltigen Streich entscheiden.

Ein tragisches Ende mit dem Tod Hadubrands überliefern die nordischen Fassungen der Sage. Das „Jüngere Hildebrandlied” aus dem 13. Jahrhundert berichtet von fröhlicher Begrüßung im Kreis der Lieben.

Im Nibelungenlied ist Hildebrand wie im älteren Hildebrandslied der Waffenmeister Dietrichs von Bern. Er tötet Volker den Spielmann, dem nebst Hagen gewaltigsten Recken der Burgunder. Im Zweikampf mit Hagen muß er fliehen, wofür ihn Hagen später verspottet. Als Kriemhild den Hagen enthauptet, wird sie ihrerseits von Hildebrand getötet (Nibelungenlied, 38. und 39. Abenteuer).

In der Thidrekssaga versetzt Hildebrand dem jüngsten der Niflungenbrüder, dem Gislher, den letzten Streich, als der gegen ihn losstürmt.

Siehe hier das ganze Nibelungenlied