Leif Eriksson - wahrer Entdecker Amerikas

Leif Eriksson (Erikson, Ericson) wurde auch "Der Glückliche" genannt, war ein norwegischer Entdecker. Er entdeckte Amerika als Erster.

Der Sohn Erich des Roten wurde um 970 auf Island geboren, wo sich sein Vater nach der Verbannung aus Norwegen niedergelassen hatte. Nachdem ein Thinggericht den roten Hitzkopf wegen Gewalttätigkeiten zu drei Jahren Friedlosigkeit verurteilt hatte, folgte der Zwölfjährige seinem Vater nach Grönland und konnte sich als wagemutiger Handelsschiffführer hervortun.

Um das Jahr 1000 lief Leif Eriksson in einem Schiff mit 35 Mann Besatzung zu einer berühmten Entdeckungsreise aus, wo er eigentlich Grönland, das Land das sein Vater entdeckt hatte, wiederfinden wollte.

Die "Grönlandsaga" berichtet, dass er die Länder "Helluland", "Markland" und "Vinland" entdeckt habe. Vermutlich wurde er durch Sturm und Strömung nach Nordamerika verschlagen und dürfte in der Gegend des heutigen Boston als erster Europäer amerikanischen Boden betreten haben.

Er ging vermutlich an 3 Stellen an Land: Weinland (Vinland; zwischen Cap Cod und Neufundland), Flachsteinland (der Süden Baffinlands) und Waldland (Labrador). Den Winter verbringt er in Weinland (Vinland) und segelt mit seinen Leuten im Frühjahr nach Norwegen zurück.

Nach seiner Rückkehr veranlassten seine Reisebeschreibungen die Wikinger zu weiteren Amerikafahrten, und sehr wahrscheinlich haben sie dort auch Siedlungsversuche unternommen.

Um ca. 1002 reiste Thorwald Eriksson, ein Bruder Leif Erikssons, ebenfalls Weinland. Im Kampf mit den Ureinwohnern (Indianern) fand er den Tod.

Leif Eriksson ist um ca. 1020 gestorben.