Meditation in der Elfenhöhle - Lyrik

Langsam ging ich in die Höhle hinein,
gab Kräuter und Körner auf einen Stein,
wandte mich der Großen Mutter zu,
spürte ihr Da-Sein, ihre göttliche Ruh'!
Ich stand und fühlte, die Welt war weit,
merkte nicht, daß verging die Zeit!
Es war, als würden Nebel weichen,
plötzlich waren die Wände voll Zeichen!
Ich stand und schaute mich um im Raum,
dort sah ich Runen, da einen Lebensbaum,
hier sah'n mich ernste Gesichter an!
Ich fragte warum? ob ich helfen kann?
Stimmen durchbrachen die göttliche Ruh',
ich stand und hörte dem Raunen zu:
"Einst ließen sich gerne die Menschen helfen
von all den Asen, den Zwergen und Elfen!
Wir wurden gerufen, waren kraftvoll bereit
zu helfen den Rufern - vor langer Zeit!
Doch die stolzen Menschen vergaßen
dann die Elfen, die Zwerge und Asen!
Denn sie wollten alles alleine tun,
so wurden wir kraftlos und mußten ruh'n!
Bis uns zaghafte Rufe trafen –
ist nun zu Ende unser Schlafen?
Das Rufen ist Nahrung unserer Kraft,
so wie für Pflanzen der Regensaft!
Sage den Menschen von unserem Wollen
und daß sie uns wieder rufen sollen!
Damit sie wiederum alles schaffen
auch ohne Kriege und ohne Waffen!
Deshalb müssen die Menschen nun helfen
zu wecken die Asen, Zwerge und Elfen!"
Ich stand und lauschte, still war's nun im Raum,
die Zeichen verschwanden, nichts gab's mehr zu schaun!
Da ging ich langsam zur Höhle hinaus,
nahm das erfahrene Wissen nach Haus:
"Es beginnen den Menschen wieder zu helfen
all die Asen, die Zwerge und Elfen!"