Ostara - Göttin des Frühlings

Ostara (Eostrae, Eostre, Osteria, von Ostar, „Morgen”, vgl. Osten) ist eine Göttin der Fruchtbarkeit der Morgenröte, Sonnen- und Frühlingsgöttin, die nach dem langen Winter die Auferstehung der Natur repräsentiert. Sie wird auch als Göttin der aufgehenden Sonne oder Göttin der Neugeborenen bezeichnet.

Ostara soll eine Tochter der Fricka (Frigg) und des Wotan sein, ihr Bruder der Gott Donar (Thor). Der kämpfte gegen die Eisriesen des Winters und besiegt sie, so daß Donar mit der Ostara den Einzug des Frühlings halten kann. Lieblingstier und Begleiter der Ostara war dabei der für seine Fruchtbarkeit beliebte Hase. Zum Hasen gesellte sich das Ei als Symbol des werdenden Lebens.

Hase und Ei ergaben zusammen die Vorstellung vom Osterhasen, der am Gründonnerstag die bunten Ostereier legt.

Das Brauchtum um die „Maikönigin” und die Oster- und Frühjahrsfeste hält die Erinnerung an die Feste zu Ehren der alten Gottheiten wach, auch wenn die christliche Kirche diese Kulte als Osterfest für sich reklamiert. Aus der zyklischen Wiedergeburt machte das Christentum das einmalige Ereignis der
Auferstehung des Gottessohnes, aus der periodischen Erlösung von Dunkelheit und Frost die dauernde Aussicht auf Erlösung von Erbsünde.

Der Ostara ähneln als Göttinnen der Morgenröte die griechische Eos und die römische Aurora.