Osterfeuer - und Osterwasser

Auch das Osterfest leitet sich von dem Wechselspiel zwischen Licht und Dunkel, zwischen Tag und Nacht ab. Das Wort Ostern bedeutet ursprünglich "neues Licht". Es hängt mit "Osten" zusammen, da im Osten das Himmelslicht die Zeit des sommerlichen Aufstieges beginnt, und die obere Hälfte des Jahres einläutet. Dieses "neue Licht" wurde seit Urzeiten von irdischen Feuern begrüßt. Dazu wurden auf den Bergen mächtige Holzscheide zu riesigen Feuern zusammengestellt und abgefackelt. So wurde die frohe Kunde des neuerlichen Sieges des allerhaltenden Sonnenlichtes von Höhe zu Höhe weitergetragen.
Um das Rad des heiligen Jahres zu symbolisieren wurden große Holzräder des Nachts brennend die Berge hinabgerollt. Doch nicht nur das wundersame Schauspiel des Abbrennens der Räder war Teil des Festes. Auch das gemeinsame Stroh sammeln und das Stopfen der riesigen Holzräder mit eben diesem gehörte zum Feste. Die gemeinsame Vorbereitung dieses uralten Brauchs versinnbildlicht die Gemeinschaft unter den Menschen der damaligen Zeit. Ein jeder beteiligte sich an den Vorarbeiten für die "heilige Stunde".
Auch das Schmücken der Tiere, welche zum ersten Male wieder auf die Almen getrieben werden, ist ein Teil des Osterfestes, welches auch heute noch in ländlichen Gegenden vorzufinden ist.

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