Siegmund - Siegfrieds Vater

Siegmund (Sígmund, Sigmundr, ahd. „Sieg” und „Schutz”) ist im Nibelungenlied in Santen (Xanten) König der Niederlande, seine Frau ist Siegelind, mit der er Vater des Helden Siegfried ist. Siegmund entstammt dem Geschlecht der Wölsungen, das sich von Odin herleitet. In der Thidrekssaga ist Sigmund König im Tarlungaland, das der Darlingau nördlich des Harzes sein soll (Ritter-Schaumburg 1992, S. 116) und Sohn des Königs Sifian, hier heißt seine Gattin und Sigfrids Mutter Sissibe.

Zum Sonnenwendfest schlug Siegmund seinen Sohn mit 400 weiteren Knappen zum Ritter (Nibelungenlied, 2. Abenteuer).

Nach der Heirat seines Sohnes mit Krimhild übertrug er Siegfried seine Königskrone.

Als Siegfried in Worms getötet wird, fällt er in tiefste Trauer. Vergebens bemüht er sich, seine Schwiegertochter Kriemhild mit sich nach Xanten zu nehmen. Nibelungenlied, 18. Abenteuer.
Anders der bericht der Thidrekssaga. Hier stirbt Sigmund noch zu Lebzeiten Sigfrids und vermacht ihm sein Erbe. Dadurch könnte Sigfrid so reich geworden sein, dass er zur Bedrohung Gunthers wurde (oder sein Reichtum zu verlockend), ein mögliches Motiv für den Streit der Königinnen Grimhild und Brünhilde und damit für seine Ermordung.