Skalden - Dichter

Skald ist der altnordische Ausdruck für die Dichter, das Gedicht. Ohne einen besonderen Stand darzustellen, in den man hineingeboren wurde, bildeten sich vielfach familiäre Traditionen der Dichtkunst.

Als literarische Gattung hat die Skaldendichtung eine bestimmte Versform. Diese Dichtungen (Sagas) wurden bei Hofe vorgetragen und genossen weithin höchstes Ansehen. Immerhin wurde der Begründer der ausgereiften Skaldendichtung zum Asengott Bragi.

Beliebt war die Kenning genannte dichterische Umschreibungen (z.B. Wellenroß für Schiff).

Die Skaldendichtung beginnt ab 800 in Norwegen („Urskalde”: Bragi, siehe auch der gleichnamige Gott der Dichtkunst) und gelangte von dort nach Island. Hier entstand eine reiche Dichtung, besonders als Sagas, die das heldenhafte Leben von Herrschern biographieren. In Egill Skallagrimsson fand diese Literatur einen Höhepunkt.

Im 13. Jahrhundert lebte die Skaldendichtung noch einmal durch Snorri und Sturla auf. Ein Lehrbuch der Skaldenkunst verfaßte Snorri mit seiner Edda.