Sonnenaufgang am See - Lyrik

Vor Morgengrauen ging ich aus dem Haus,
sprang ins wasser und schwamm weit hinaus!
Ich zog im See eine einsame Spur,
genoß die Stille im Schoß der Natur!
Die Sonne kam hinter den Hügeln hervor
und sandte die ersten Strahlen empor!
Ihrem Aufgang hab' ich still zugeschaut,
da hörte ich einen seltsamen Laut!
Hügel und Waser begannen zu schwingen,
als würden tausend Glocken klingen!
Doch war's nur EIN Ton, warm und tief!
War's die Sonne, die "Guten Morgen!" rief?
In goldenes Licht war die Welt gehüllt,
ich habe mich selbst nicht mehr gefühlt!
Ein goldener Punkt war ich nur im Raum! War es Wirklichkeit? Oder ein Traum?
ICH war NUR ICH – einen Augenblick!
Dann kam ich in den Alltag zurück!
Am Ufer fühlt' ich die Erde schwer!
Den Sonnenton – ich vermisse ihn sehr!
Doch wie klingt der Mond? Wie klingt die Erde?
Ob ich auch das einmal hören werde?