Sonnenwende - Sonnenschicksal

In den Nächten, wo sich das Abendrot mit dem Morgenrot vermischt, feiert man das Fest der Sommersonnenwende. Hierzu wurde z. B. noch vor wenigen Jahren in Schleswig die Mittsommerstange aufgestellt. Diese trug das uralte Zeichen der Mann-Rune in sich und war das Zeichen des Sonnenhelden, der seine Arme hoch in den sommerlichen Himmel emporhob.
Einen anderen Brauch pflegte man in Questenberg am Harz zu feiern. Dort versammelte sich die Dorfgemeinschaft auf dem Dorfberge noch vor dem Aufgehen der Sonne. Dann wurde die Queste aus der alten Jahreshälfte erneuert. Damit begrüßte man die neue Jahreshälfte. Dazu gab es Speis und Trank zum Zeichen der Verbundenheit der Dorfgemeinschaft. Auch flochten die Mädchen Kränze aus neunerlei Kräutern, um diese dann mit den eigensten Wünschen im Sonnenwendfeuer verglühen zu lassen. Andernorts wurden brennende Pechkränze in die Bäche geworfen, um die alte Jahreshälfte zu verabschieden und gleichsam die neue zu begrüßen.
Bei allen Feiern stand jedoch das Wissen um die ständige Wiederkehr der Sonne im Vordergrund. Die Sonne wurde in die Winterjahreshälfte ihres Laufes verabschiedet und man brachte ihr durch die Feste die gemäße Ehrerbietung bei.

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