Tacitus - größter Historiker des alten Rom

Gaius Cornelius Tacitus wurde um 55 nach Christus vermutlich in Südgallien geboren. Unter den flavischen Kaisern (Vespasian, Domitian) bekleidete er mehrere hohe Staatsämter. Er schrieb den bekannten "Rednerdialog" und eine warmherzige Biographie seines Schwiegervaters Agricola.

Mit "De origine et situ Germanorum", kurz Germania, gelang ihm die erste zusammenhängende geographische und ethnographische Beschreibung Germaniens. Seine beiden Hauptwerke sind die größtenteils verlorengegangenen "Historien" (Kaisergeschichte, 69-96) und die "Annalen" (Kaisergeschichte 14-68). Tacitus geißelt darin den Verfall von Moral und Sitten in der Kaiserzeit und die Autokratie der Cäsaren, und er schrieb keineswegs "sine ira et studio", ohne "Zorn und Parteilichkeit", wie er sich selbst vorgenommen hatte.

Ein bekanntes Zitat vin Tacitus war: "Niemand auf der Welt überrifft die Germanen an treue!"

Seine Sprache ist treffend und scharf, seine Charakterstudien sind prägnant, die Schilderungen dramatisch. Er starb nach 117 nach Christus.