Walhalla - in Donaustauf

Auf Wunsch des bayerischen Königs Ludwig I. (1825 - 1848) errichtete der Architekt Leo von Klenze von 1830 bis 1842 ein Kunstwerk, welches im deutschsprachigen Raum unvergleichlich ist.

Der bayerische Kronprinz Ludwig empfand die damalige politische Situation von der Niederwerfung der deutschen Fürsten durch Napoleon als als persönliche Schmach und Schande. Bayern und alle anderen Rheinbundstaaten mussten dem französischen Kaiser Truppen stellen. Fremde Militäreinheiten standen ständig im Land und mussten versorgt werden.

Ludwig glaubte, dass dieses Deutschland nicht handlungsfähig und deshalb politisch tot sei. Er meinte jedoch, dass es durch seine Persönlichkeiten weiterlebe, die es in der Geschichte hervorgebracht hat. Diese bedeutenden Größen wollte er in der Walhalla zentral ehren.

Nach einer Bauzeit von 12 Jahren wurde die Walhalla am 18.10.1842 feierlich eröffnet.

Auf einem mehrfach gestaffelten Unterbau mit 358 Treppen ist ein dorischer Peripteros aufgesetzt. Die Giebelfelder wurden von Ludwig Schwanthaler geschaffen. Die südliche Gruppe zeigt die Wiedererrichtung des Deutschen Bundes nach der Befreiung von der napoleonischen Zwangsherrschaft. Die nördliche Giebelgruppe erinnert an die Schlacht im Teutoburger Wald.

Der Innenraum ist in Marmor gehalten. Er hat 6 große Büstengruppen, deren Mittelpunkt jeweils eine germanische Siegesgöttin (von Christian Rauch) ist.

Im oberen Bereich werden auf weißen Marmortafeln die Persönlichkeiten geehrt, von denen keine Abbildungen überliefert sind. Unter der Brüstung der Galerie zieht sich ein Fries hin, das mit Reliefdarstellungen aus dem Leben der Germanen geschmückt ist.

Gegenüber vom Eingangstor steht ein Standbild des Königs Ludwig I, vom bayrischen Volk zu Ehren und aus Dankbarkeit dem Stifter der Walhalla errichtet.