Wieland - kunstreicher Schmiedgott

Wieland (Vieland, altnord. wel „Kunstwerk, List”, skandinav. Wölund, isländ. Volundr, altengl. Wayland; Wölundur, Weland, „Wade-Riese”, althochdeutsch: Wiolant, angelsächsisch: Veland) ist ein kunstreicher Schmied der als halbgöttliches Wesen in der germanischen Sage erscheint. Er erlernte sein Handwerk von Zwergen (oder vom Meisterschmied Mime, der auch Sigfrid aufzog). Wieland gilt manchmal auch selbst als Albe.

Er wird Gatte der Schwanenjungfrau Alwit (Alawiht, „Fremdwesen”), gerät in Gefangenschaft und wird gelähmt, kann aber letztlich mit Hilfe seines Bruders Egil ein Federkleide fertigen, entfliehen und Rache üben.
Als Gattin des Wieland wird auch die Bathilde genannt, mit ihr ist er Vater des Wittich.

Als Wielands Brüder gelten Egil und Slagfidr, welche jeweils auch ein Schwanenmädchen zur Frau hatten.

Es gibt zwei wesentliche Sagen die von Wieland berichten. Zum einem die Thidrekssaga, zum anderen das Wölundlied ('Völundarkviða') aus dem Heldengesang der Edda (manchmal auch aus der Liederedda).

Nach der Thidrekssaga soll er das mächtige Schwert Mimung, benannt nach seinem Meister Mime, geschmiedet haben. Welches später sein Sohn Wittich führte.

Eine dritte Sage (~um 500) berichtet von der Königin Giso der Rugier, der zwei gewaltige Schmiede dienten, die ihr die kunstreichsten Dinge fertigen mussten. Als einmal das Kind des Königs zu den Schmieden läuft, ergreifen die es und erhalten im Austausch freien Abzug. In Verbindung mit den Sagen vom hinkenden Volcanos und vom kunstreichen Dädalos, von denen die Germanen spätestens von den Römern hörten, mögen sich aus dieser Geschichte die Sagen von Wieland herausgebildet haben - sofern es nicht andersherum war.

Wieland kann mit Hephaistos (Vulcanus - Motiv des „lahmen Schmiedes“) und Daidalos (Motiv der Flugmaschine) verglichen werden.

Hier findet ihr die Geschichte von Wieland nach der Thidrekssaga

Hier findet ihr das Wölundlied aus der Edda