Drachen - mythische Wesen

Der Drache ist eigentlich kein Tier. Allgemein bezeichnet dieser Begriff ein Mischwesen, zusammengesetzt aus Körperteilen von Schlange, Echse, Vogel und manchmal Löwe.

Ungeflügelte Drachen bezeichnet man als Lindwurm, so wird er auch überwiegend im germanischen genannt.

Im abendländischen Raum sind Drachen meistens feindlich gesinnte Ungeheuer, die vom Helden getötet werden müssen, der dafür eine besondere Fähigkeit oder die Liebe einer Königstochter erhält.
Gern beschrieben wird die durch ein Bad in Drachenblut erworbene Unverwundbarkeit.

Je nach Kulturkreis verkörpert der Drache das Dunkle und Böse oder gilt als Glücksbringer: In Europa und Vorderasien ist der Drache überwiegend Feind von Gott und Mensch. Er endet stets, indem er im Drachenkampf überwunden wird. Anders in Ostasien: Hier versinnbildlicht der Drache das Glück (chines. Lung).

Zahllose Namen von Drachen sind überliefert: Der hethitische Illujanka, der jüdische Leviathan, der griechische Ladon oder der germanische Fafner (Regin).

Die Bibel erwähnt, als Variation der in der Genesis überlieferten Schöpfungsgeschichte, Drachen, die Gott in einem urzeitlichen Chaosdrachenkampf überwindet und aus ihren Leibern die Schöpfung ausführt (Ps. 74,12ff. und 89,9.ff).

Eine Sonderform der Drachen sind die Kleinen Drachen, koboldartige Hausgeister, die in enger Gemeinschaft mit dem Menschen existieren.

Der Drache taucht in sämtlichen Fantasygenres in den verschiedensten Aussehensformen auf

In der germanischen Mythologie gibt es nur wenige bekannte Drachen:

  • Am Fusse der Esche Yggdrasil sitzt der Drache Niddhögg, er nagt an der Wurzel der Esche. Ihm trägt ein Eichhörnchen die Worte des im Wipfel sitzenden Adlers zu.
  • Neben Niddhögg soll es auch noch vier weitere Drachen geben die an der Wurzel Yggdrasils nagen, nämlich: Grabak, Goin, Moin und Grafvolluth
  • Fafner (Regen), der von Siegfried erschlagen wird.