Gefjon - Göttin der Jungfräulichkeit

Gefjon (nord. "geben", Gefinn, Gefion, Gefjun) ist eine nordgermanische Riesin bzw. Göttin des Glücks, Fruchtbarkeitsgöttin, Göttin des Ackerbaus und Segenspenderin. Sie ist Göttin der Jungfräulichkeit, zu der alle verstorbenen Jungfrauen eingehen, sie war die Schutzherrin der Jungfrauen. Sie gehört zu den Wanen. Ihr Gatte ist Skjöldr (auch Skiöld, ein Sohn Odins?), mit ihm lebt sie in "Lejre". Sie hat vier Riesensöhne.

Die Asen zogen auf Landsuche nach Norden, ihnen voraus ging Gefjon und gelangte in das Reich des König Gylfi. Als Bettlerin verkleidet erfreute sie den König mit ihrem Gesang. Der versprach ihr dafür soviel Land, wie sie in einer Nacht pflügen konnte. Mit Hilfe ihrer vier Riesensöhne, die sie in Ochsen verwandelte, pflügte sie die gesamte Insel "Seeland", die heute zu Dänemark gehört, vom Festland ab.

In Lokis Zankreden beschimpft sie der Spötter:

"Schmuck schenkte
dir der schöne Knabe;
mit den Schenkeln umschlangst du ihn."
(Edda, Lokis Zankreden 20).

Es ist dies vielleicht eine Anspielung auf die Gegenleistung Gefjons an Gylfi.

Gefjon war sehr weise. Wie Odin kennt sie das Schicksal der Welt.

Gefjon ist auch ein Beiname der Freyja. Das Pflügen der Furche um
Seeland wird auch Nerthus zugesprochen.

In Dänemark ist ein Brunnen nach ihr benannt der sie wie auf den Bild darstellt.