Met - Wein der Götter

Met (Auch Äl, Ael, indogerm. Madhu „süßer Trank") ist ein Honigwein. Met ist ein weinartiges Getränk aus vergorenem Honig. Bereits in vorgeschichtlicher Zeit war der Met in weiten Teilen Europas bekannt.

In Walhall erfreuen sich die Helden am Met, den schöne Walküren ihnen einschenken und dazu gekochtes vom Schwein Sährimnir servieren.
Mit Runen vermischt wurde der Odrörir zum Skaldenmet.

In seinem Heim Himmelsburg genießt Heimdall herrlichen Met (Edda, Grimnismal, 13). Dabei ist Met der bei der Hel gebräuchliche Name, bei den Menschen heißt das Getränk Ael, bei den Asengöttern Bier:


Thor:
Sage mir, Alwis, da alle Wesen,
Kluger Zwerg, du erkennst,
Wie heißt das Ael, das alle trinken,
In den Welten allen?

Alwis:
Bei Menschen Ael, bei Asen Bier,
Wanen sagen Saft,
Bei Hel heißt es Met, bei Riesen helle Flut,
Geschlürf bei Suttungs Söhnen.
(Edda, Alwislied 34 u. 35, Übersetzung Karl Simrock)


In jüngerer Zeit erlebt der Met zunehmend Zuspruch, auch wegen der Beliebtheit von Wikingerfesten.


Ein Rezept, auf gemeine Weise guten Meth zu sieden:

„Man nimmt auf ein Theil frisches Honigs, acht Theil frisch lauter Brunnenwasser, thut es zusammen in einen küpfernen verzinnten Kessel, setzet solchen über ein helles Feuer, und lässet es zusammen sieden, und sobald sich etwas auswirft, muß man es fleißig verschaumen, will man aber solchen frisch hinweg trinken, so muß man ihn nicht zu dicke einsieden lassen, will man ihn aber auf eine Zeitlang verwahren, so lässet man ihn so lange sieden, bis er klebricht wird, alsdann in ein Faß getan, aber es muß auf zwey quer Finger breit ledig seyn, und stehen, wegen des Jährens.

Man mag auch Zimmet, Muscatenblumen, Negelein, Cardamönlein, Ingber und Galgant in einem leinen Säcklein darein hängen, auch derb Farbe wegen etwas Safran, und als verjähren lassen. Und wenn er verjohren, soll er drey Monat lang hart verstopft liegen bleiben, und darnach getrunken werden.”
(Der vollkommene Bierbrauer (1784), 203f.)


Der Met ähnelt als Trank der Götter dem indischen Soma und dem griechischen Nektar. Auch die Kelten kannten den Met, bei Iren und Walisern war es der Gott Goibniu, der ihn besaß.