Ran - Meeresgöttin

Ran (nord. „Räuberin”) ist eine Meergöttin. Sie ist die Gemahlin und Schwester des düsteren Meeriesen Aegir und mit ihm Mutter der neun Ägirstöchter Angeya (Angeyja), Atla, Eistla, Eyrgjafa, Gjalp, Greip, Iarnsaxe, Imd und Ulfrun. Die 9 Töchter könnte auch so heißen: Himinglära (die Himmelsglänzende), Blodughadda (Blutig-Haar), Hefring (die sich Hebende), Kolga (die Kalte), Dufa, Udr, Hrönn, Bylgja, Bara.

Ran ist halb Mensch und halb Fisch und sie spiegelt die wechselnden Stimmungen des Ozeans wider.

In das Reich der Ran gelangen die Ertrunkenen, die sie mit ihrem Netz aus den Fluten fischt (die anderen Verstorben kommen nach Walhall/Folkwang oder Hel).

Dort werden diese in den Korallenhöhlen mit Met und Essen in Hülle und Fülle verwöhnt. Diese Korallenhöhlen sind durch funkelndes Gold erleuchtet.

Manchmal zieht sie aber auch einfach so ahnungslose Seeleute von Bord ihrer Schiffe und zieht sie auf den Meeresgrund.

Mit Aegir hat sie neun Töchter, die Aegirstöchter. Die haben als Wellen des Meeres gemeinsam den Heimdall geboren.

Ihr Netz lieh sie einmal dem Loki, der damit den in einen Hecht verwandelten Andwari fischte, von dem er den Hort gewann (Edda, Lied vom Drachenhort).